Hamburg: Angreifer war als Islamist bekannt

Nach der Messerattacke legten viele Menschen Blumen am Tatort nieder. Foto: AFP

Nach der Messerattacke legten viele
Menschen Blumen am Tatort nieder. Foto: AFP

Ein Messer-Angreifer tötete vorgestern in Hamburg einen Menschen und verletzte sieben weitere.

Laut Andy Grote (SPD), Hamburgs Innensenator, habe es Anzeichen für eine Radikalisierung des 26-jährigen Messer-Angreifers und abgelehnten Asylbewerbers gegeben. Laut der Polizei starb ein 50-Jähriger und sieben Menschen wurden verletzt. „Es hätte jeden treffen können“, sagte Grote. Der Messer-Angreifer ist den Sicherheitsbehörden als Islamist bekannt gewesen.

Motiv weiterhin unklar

Das Motiv für den Angriff ist noch immer unklar. Bei dem Mann gebe es einerseits Hinweise auf religiöse Beweggründe und islamistische Motive, aber auch auf eine „psychische Labilität“, sagte Grote. Die Polizei gehe von einer Gemengelage aus und wisse noch nicht, was letztlich den Ausschlag für den Angriff gegeben habe. Der Mann handelte möglicherweise spontan. Laut Polizei nahm der 26-Jährige erst im Supermarkt ein Messer, riss es aus der Verpackung und ging wahllos auf Menschen los. Den Ermittlern zufolge gibt es keine Hinweise auf Hintermänner oder ein Unterstützer-Netzwerk.