Adventskalender

„Volksdroge Cannabis“

Reinhard Haller fordert eine Gesetzes­änderung für Cannabis. Foto: Stiplovsek

Reinhard Haller fordert eine Gesetzes­änderung für Cannabis. Foto: Stiplovsek

Landes-Drogen- Beauftragter Reinhard Haller wünscht sich eine Änderung – 32 Prozent der jungen Vorarlberger hätten laut ihm schon Probier-Erfahrungen.

Weil junge Menschen kriminalisiert würden, fordert der Landes-Drogen-Beauftragte Reinhard Haller Gesetzesänderungen – die Staatsanwaltschaft winkt aber ab. Cannabis sei schon längst zu einer Volksdroge geworden, 32 Prozent der jungen Menschen im Ländle hätten bereits Probier-Erfahrungen, in städtischen Gebieten sogar 60 bis 70 Prozent, so Haller.

Strafrechtlich geahndet

Doch diese Menschen würden kriminalisiert, da Besitz und Konsum nach wie vor strafrechtlich geahndet würden. Ab einer gewissen Menge an Cannabis sollte der Besitz und Konsum aus dem Strafrecht gestrichen werden. Ersatzweise sollte es dem Verwaltungsrecht unterstellt werden.

Aktuelle Probleme

Hallers Vorschlag, einer Gesetzesänderung in das Verwaltungsstrafrecht überzuführen, hätte laut Bernhard Amann absolut nichts mit einer Entkriminalisierung zu tun. Gerade mit den Bezirksverwaltungsbehörden gäbe es aktuell Probleme. Deren Handhabung bei Führerscheinangelegenheiten und auch Betreuungsauflagen sei völlig überzogen. Konkrete Beispiele würden Amann vorliegen.