Betroffenheit nach tödlichem Schuss

Am Montagabend fiel der tödliche Schuss in Wien-Leopoldstadt. Foto: APA

Am Montagabend fiel der tödliche Schuss in Wien-Leopoldstadt. Foto: APA

Nach dem schrecklichen Vorfall, durch den am Montag ein 20-jähriger Rekrut ums Leben kam, herrscht Ratlosigkeit.

Nach dem tödlichen Kopfschuss in einem Amtsgebäude in Wien-Leopoldstadt zeigte sich vor allem der Ausbildner des 22-jährigen Schützen betroffen. Der junge Mann sei der „beste Soldat, den er in den letzten Jahren hatte“ und bisher „nur positiv aufgefallen“, berichtete Oberst Michael Bauer vom Verteidigungsministerium.

Kein Konflikt bekannt

Der 22-jährige Salzburger wurde zwei Monate lang zum Wachkommandanten ausgebildet. Dabei wurde er auch im Umgang mit der Waffe angelernt. Der 20-Jährige, der von dem Schuss tödlich getroffen wurde, erhielt eine vierwöchige Basisausbildung und wurde drei Wochen zum Wachsoldaten ausgebildet, sagte Bauer. Wie es zu dem schrecklichen Vorfall kommen konnte, untersucht die Polizei derzeit noch. Aber auch das Bundesheer hat eine Untersuchung eingeleitet und nach dem tödlichen Schuss den heerespsychologischen Dienst und militäreigene Peers als Ersthelfer eingeschaltet, um vor allem dem Zeugen des Schussvorfalls zur Seite zu stehen. Dieser Dienst wurde aber auch allen anderen Kameraden angeboten. Auch dem Heer war kein schwelender Konflikt zwischen dem 20- und dem 22-Jährigen bekannt.